Lehrauftrag an der Uni Würzburg

Humor ist lernbar

Lehrauftrag an der Uni Würzburg

Sandra Folgmann, Lach- und Humortrainerin - Einführung ins Lachyoga nach Dr. KatariaDer Lehrstuhl für Sonderpädagogik I – Pädagogik bei Lernbeeinträchtigungen der Universität Würzburg bietet im Wintersemester 2017/18 im Studiengang Lernbehindertenpädagogik (Lehramt Sonderpädagogik) für die angehenden Lehrkräfte ein Kompaktseminar mit dem Titel Humor ist lernbar unter der Leitung von Sandra Folgmann an. Das Seminar ist den Modulen Forschungsbezogene/ Berufsbezogene/ Anwendungsbezogene/ Aspekte der Sonderpädagogik zugeordnet.

  • Termine: 24./25.11. und 1./2.12.
  • Uhrzeit: Freitag 14-18 Uhr und Samstag 10-18 Uhr
  • Ort: Raum 1.102 Wittelsbacherplatz
  • Anmeldung: über Vorlesungsverzeichnis

Kurzbeschreibung

Das kleine 1×1 des persönlichen Humortrainings für angehende Lehrkräfte

In jedem Menschen steckt ein enormes Humor- und Kreativitätspotential. Gilt dies auch für Lehrkräfte? Ja, selbstverständlich! Lehrkräfte mit einer humorvollen Grundhaltung gehen mit mehr Leichtigkeit durchs Berufsleben und geben ihrer Kreativität mehr Raum zur Entwicklung.

Humor hat viel mit Lachen zu tun. Die Kunst besteht aber nicht darin, witzig zu sein. Es geht um den spielerischen und unbefangenen Umgang mit beruflichen Herausforderungen im Lehreralltag.

Lernen Sie einfache Humorstrategien zu nutzen, um schwierige Situationen gelassen und souverän zu meistern. Durch zahlreiche Partner- und Gruppenübungen im Seminar stellen Sie schnell fest: Humor macht kreativ! Sie lernen, wie Sie Routineaufgaben kreativ und spielerisch lösen.

Schöner Begleiteffekt: Sie halten sich damit geistig und körperlich gesund – denn wer viel lacht, ist weniger gestresst und damit weniger krank. Nutzen Sie die stärkste natürliche Ressource, die Sie besitzen: Ihr Lachen!

TUM Lehrerfortbildung „Humortraining“ 21.2.2017

Humortraining für Lehrkräfte

Das kleine 1×1 des persönlichen Humortrainings. Sympathisch, erfolgreich und gesund im Lehreralltag!

  • Lehrerfortbildung am 21. Februar 2017
  • Uhrzeit: 9.30 bis 15.30 Uhr
  • Ort: Technische Universität München – Lehrstuhl für Berufspädagogik
  • Anmeldung über FIBS

Humortraining Sandra Folgmann Technische Universität München MIB 2016

Humor ist eine der wichtigsten Techniken im modernen Stressmanagement. Die Kunst besteht nicht darin, witzig zu sein. Es geht um den spielerischen und unbefangenen Umgang mit beruflichen Herausforderungen im Lehreralltag. Sie lernen, Humor strategisch und lösungsorientiert zu nutzen, um in Stresssituationen gelassen und souverän zu agieren. Schöner Begleiteffekt: Sie arbeiten gleichzeitig an Ihrer professionell-sympathischen Ausstrahlung. Außerdem werden Teamgeist, gegenseitige Akzeptanz und Achtsamkeit verstärkt. Nutzen Sie die stärkste natürliche Ressource, die Sie besitzen: Ihr Lachen!

Fachtag: Internationale und europäische Bildungsarbeit am 6.12.2016

Erfolgreich in interkulturellen Beziehungen – ein Humorleitfaden!

Programm Fachtag Internationale und europäische Bildungsarbeit. Gelebte Vielfalt: international - integrativ - inkl usiv. Vortrag und Workshop Sandra Folgmann: HumortrainingVortrag und Workshop innerhalb des Fachtags Internationale und europäische Bildungsarbeit – Gelebte Vielfalt: international – integrativ – inklusiv.

  • Interkulturelle Barrieren durchbrechen: Lachen als kürzeste Verbindung zwischen zwei Menschen
  • „Lachen statt Kaffee“ – 20 Minuten vitalisierendes Lachtraining
  • Gelebte Vielfalt – Humor in internationalen Begegnungen
  • Termin: Dienstag, 6.Dezember 2016, 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr
  • Ort: Pädagogisches Institut München, Herrnstr. 19, 80539 München
  • Zielgruppe: Lehr- und Führungskräfte aller Schularten, Kindertageseinrichtungen

Anmeldung über: http://www.pi-muenchen.de

Gesucht: Humorvoller und sympathischer Lehrer – Utopie oder Realität?

Lächeln statt Kaffee

„Wenn ich morgens ins Lehrerzimmer komme und ein Kollege begrüßt mich mit einem strahlenden Lächeln, dann brauche ich keinen Kaffee mehr. Das ist für mich wie ein kleines Doping.“

Dass viele Lehrer inzwischen dankbar für seelische und berufliche Entlastung wären, zeigen viele Studien, zuletzt veröffentlicht im Deutschen Ärzteblatt. Denn: An erster Stelle der Burnout-Betroffenen stehen die Menschen, die in sozialen Berufen tätig sind.

Lehrer in Superman-Kostüm

Selbstbild eines Lehrers?

Manches Selbstbild einer Lehrkraft könnte heute so aussehen: Neben den vollen Lehrplänen bekomme ich ständig zusätzliche Aufgaben, außerdem häufen sich die Ansprüche an mich und meine Arbeit von unterschiedlichsten Seiten. Multitasking ist hier das Stichwort. Dabei versteht es sich natürlich wie von selbst, dass ich als Lehrer stets freundlich, ausgeglichen und verständnisvoll bin. Und das sowohl Schülern als auch Eltern gegenüber, die die Lehrkräfte oft als Feinde betrachten. Wohlmöglich soll ich dann auch noch humorvoll oder gar sympathisch sein?? Der Druck scheint zu hoch, als das ich etwas Persönliches von mir Preis geben könnte. Zu hoch ist der Anspruch an den eigenen Perfektionismus, die Routine gibt mir dabei eine gewisse Sicherheit.

Genau hier liegt der Knackpunkt. Gerade dann, wenn der Druck zu groß wird, gibt es eine einfache Überlebensstrategie: Überraschen Sie sich selbst und andere und durchbrechen Sie die Routine und Ihre gewohnten Handlungsmuster. Seien Sie humorvoll! Sie sagen, das geht nicht? Sie können weder Witze erzählen noch möchten Sie mit einem Dauergrinsen durch die Schule schweben? Genau das ist auch nicht gemeint. Humorvoll bedeutet in erster Linie, das Leben spielerisch zu nehmen – ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben.

Sich zum Affen machen

Sich selbst nicht so ernst nehmen!

Das erste Grundprinzip einer humorvollen Lebenshaltung lautet:

Nehmen Sie sich selbst nicht so ernst. Lernen Sie über sich selbst zu lachen. 

Ein Beispiel: Vor Ihnen steht ein richtig schöner Fettnapf und Sie landen mit vollem Schwung darin. Dann klettern Sie nicht umständlich und mit verdeckten Augen wieder heraus, in der Hoffnung dass keiner Sie gesehen hat. Nein. Kosten Sie die missliche Lage so gut es geht aus und lachen Sie.

Wenn Sie über sich selbst lachen können, dann erlauben Sie automatisch auch anderen Menschen, über sich zu lachen – ohne dabei an Respekt zu verlieren. Im Gegenteil: Sie gewinnen Respekt, denn Sie sind authentisch. Authentische Menschen werden ernst genommen und sind zudem enorm sympathisch.

Das Schöne daran ist, dass nicht nur andere Menschen von Ihrer positiven Einstellung profitieren, sondern in erster Linie Sie selbst. Das, was Sie nach außen geben, bekommen Sie auch wieder zurück. Lachen ist ein großes Potential, das wir alle in uns tragen und das es gilt wieder öfters zu nutzen. Nichts ist persönlicher als ein herzliches Lächeln. Das macht menschlich und sympathisch (und ersetzt bei einigen sogar den Kaffee).

 

Humor braucht Perspektivenwechsel

Foto Perspektivenwechsel: Baby guckt durch die Beine.

die Perspektive wechseln..

Für eine humorvolle Lebenseinstellung braucht man vor allem eins: Die Bereitschaft Dinge, die man selbst nicht beeinflussen kann, so anzunehmen wie sie sind und dann das Beste daraus zu machen.

Ein wunderbares Beispiel dafür ist das Wetter. Neben der ökologischen Funktion spielt das Wetter auch eine wichtige Rolle für unser soziales Zusammenleben. Was wäre ein gepflegter Small Talk ohne das Wetter? Jedes Geschäftsmeeting können wir durch Austausch über die Großwetterlage auflockern. Ebenso beeinflusst das Wetter oft unser Gemüt. Über nichts lässt sich so wunderbar schimpfen wie über das Wetter! Der perfekte Schuldige. Aber genau hier kann man die eigene Humorfähigkeit täglich trainieren.

Wenn ich Dinge bewusst aus einem anderen Blickwinkel betrachte, verlieren sie an Größe und Gewicht. Sie lasten dann nicht mehr so schwer auf den eigenen Schultern. Stattdessen verändere ich meine Einstellung zu ihnen. Dazu gehört auch, die eigene Wahrnehmung zu schulen: mit dem Denken im Hier und Jetzt sein und nicht bereits drei Schritte in der Zukunft.

Genau so hält es der Autor Regan D’Antrade. Die kanadische Westküste versinkt in den Wintermonaten gerne in einem breiten Angebot unterschiedlichen Regens. Es gibt jedoch einen kleinen hoffnungsvollen Lichtblick für graue Regentage. Am Kitsilano Beach in Vancouver befindet sich ein riesiger Stein mit einem wunderschönen Essay, das den Regen in einem schöneren Licht erscheinen lässt. Ein schönes Beispiel für einen gelungenen und humorvollen Perspektivenwechsel!

Foto vom Regenstein am Kistilano Beach Vancouver

Regenstein am Kitsilano Beach Vancouver

Vancouver im Regen – Regan D’Andrade, Dezember 1999

Vancouver ist bekannt für seinen Regen. Hier kann es wochenlang regnen, was mich jedoch normalerweise nicht stört. Dennoch habe ich mich vor einigen Jahren dabei ertappt, dass ich kurz davor war, des ewigen Regens überdrüssig zu werden.

Eines Abends lief ich im strömenden Regen nach Hause und murmelte den ganzen Weg lang vor mich hin, dass sich außer ein paar Enten wahrscheinlich niemand über dieses Wetter freute. Das Gebäude in dem ich lebte war und groß und quadratisch und hatte einen Innenhof. Als ich um die Ecke bog und den Innenhof betrat, sah ich zu meinem Erstaunen wie eine wunderschöne Pekingente voller Freude und mit großem Gequake in der Mitte einer Pfütze planschte. Ich musste unweigerlich grinsen und freute mich, dass so viel Freude an solch einem nassen grauen Tag aufkommen konnte.

Ich habe oft gedacht, dass wir nicht annähernd genügend Worte für die Vielfalt des Regens haben, besonders wenn man bedenkt, dass dies hier einmal alles Regenwald war. Es gibt brausenden Regen, flüsternden Regen, Regen, der dich in den Schlaf wiegt und Regen auf Blättern, der dich wach singt. Es gibt sanften Regen, heftigen Regen, seitlichen Regen, Regen, der dich von einer Sekunde auf die andere durchnässt, und Regen, der Küsse zart wie Schmetterlingsflügel auf deiner Wange hinterlässt. Regen taucht die Welt in alle erdenklichen Grauschattierungen, aber Regen verwandelt unsere Welt ebenso in wunderschönes Grün, welches uns stets umgibt und segnet.

(sinngemäße Übersetzung)